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Dorothea Ritter geb. Freitag

geboren am 2. Dezember 1935 in Guttstadt
gestorben am 24. März 2021 in Lübeck





Dorothea, Erna, Katharina, genannt Do, wurde im katholischen Ermland als viertes von sechs Kindern geboren.
Bei Kriegsende war Do 9 Jahre. Die Flucht fand rechtzeitig 1943 statt.
Der Vater hatte schwerverletzt von der Front geschrieben.
Ziel war Sebnitz im Elbsandsteingebirge. Dort wurde das Kriegsende erlebt.
Der Vater kam kriegsversehrt 1945 in Lübeck an und holte die Familie. Die Familie teilte sich in der Finnlandsiedlung in Eichholz zunächst mit 8 Personen 2 Zimmer und die Küche.
Do wurde landverschickt an die Nordsee. Die Trennung von der Familie, ein Albtraum für Do. Do war als Kind schüchtern. Eine Schüchternheit, unter der sie immer litt.
Die mittelere Reife erwarb Do auf der Emanuel-Geibel-Schule. Sie begann eine Lehre als Bürokauffrau im Einzelhandel. Später wurde sie Sekretärin bei der Firma Brunnengräber.
War es der Traumberuf? Nein, Do hatte sich Kindergärtnerin als Beruf gewünscht.
Beim Zelten mit der Schwester Ursel lernte sie Ulrich kennen. Der junge Mann war so verliebt, dass er kurze Zeit später den Studienort nach Hamburg verlegte und am Wochenende regelmäßig nach Lübeck trampte.
Endlich war Ulrichs Referendariat erreicht. 1962 wurde geheiratet. Die erste gemeinsame Wohnung lag in der Pelzerstraße unter dem Dach. Bereits vor der Geburt des ersten Kindes wurde 1963 in den Grönauer Baum 10 umgezogen.
Das zweite Kind kam bereits 360 Tage später auf die Welt.
Während Ulrich bis zu drei Anstellungen als Lehrer in Hamburg nachging, sorgte Do für die beiden Kinder und hielt den Haushalt in Ordnung, kümmerte sich, wenn die Kinder erkrankt waren und förderte die Kinder so gut es irgend ging.
1967 erfolgte der Umzug in das Einfamilienhaus, entstanden mit viel Eigenleistung und großer Unterstützung der Schwäger.
Es ging in den Urlaub. Viele, viele Male in ihrem Leben verbrachte Do den Sommer in Dänemark. Sie reiste gern und so ging es auch nach Frankreich und Jugoslawien.
Da Ulli nicht zu Flugreisen zu bewegen war, musste Do andere Gelegenheiten für Fernreisen ergreifen: Mit der Mutter nach Kanada, mit Evi nach Menorca.
Do entdeckte erst als erwachsene Frau den Sport für sich. Als die ersten Enkel kamen, konnte sie mit den Kleinen um die Wette laufen, dass die Töchter nur staunten. Der Sportverein Lübecker SV Gut Heil v. 1876 war bis ins hohe Alter eine wichtige Anlaufstelle, auch um Freundschaften zu pflegen.

Im Laufe der Zeit brauchten die eigene Mutter und die Tante mehr Unterstützung. Abwechselnd mit den Geschwistern wurde sich über einen langen Zeitraum fürsorglich um beide gekümmert.
Als die Enkel kamen, kümmerte Do sich rührend und ließ sich in die Pflicht nehmen. Do unterstützte ihre Töchter, wo sie nur konnte. Sie begleitete ihre Enkel zu jungen Erwachsenen. Immer interessiert und orientiert, wie es den Kindern erging. Damit die Familie zusammenblieb, lud Do zu einem zwanglosen Mittagessen jeden Freitag ein. Dieses Treffen war bis zu ihrer schweren Erkrankung eine Institution.
Mit ihren Freunden und Schwestern unternahm Do viele Ausflüge und hatte ein gastfreundliches Haus. Jeder war willkommen.
Erst mit der Zunahme der körperlichen Einschränkungen wurde es stiller, die gepflegten Kontakte seltener.
Für ihren Ulrich und ihre Kinder und die Familien sorgte Do jedoch weiterhin unermüdlich und zuverlässig.
Wollte sie sich aus dem Leben schleichen? Sich still und leise davon machen? Do hörte die letzten Jahre nicht auf die Signale ihres Körpers. So wurde sie erst in letzter Minute als Notfall durch die moderne Medizin behandelt.
Die Besonderheiten des Winters 2020/2021 haben den Abschied von Do für alle zu einem Albtraum werden lassen.
Möge sie jetzt an einem Ort sein, wo es ihr besser ergeht.

Deine Familie vermisst Dich so sehr!




Kerzen

Kerze

Dein Jungchen
entzündete diese Kerze am 31. März 2021 um 10.09 Uhr

Wenn ein geliebter Mensch geht, dann bleiben die Erinnerungen für immer.
Es war irgendwann in Dänemark. Es hat gestürmt, es hat geregnet und die Wolken sahen am Himmel dunkel und furchteinflößend für einen kleinen Jungen aus. Wo war ich? Mitten im Wasser, mitten in der Nordsee. In meiner Erinnerung waren die Wellen etwa 2-3 Meter hoch. An meiner Seite war meine Oma und es ging nur darum, wer weiter mit den Wellen zum Ufer schwimmen konnte. Alles andere war egal. Das Wetter war egal, die nassen Handtücher waren egal, Hauptsache wir waren im Wasser. Ich war glücklich.
Nur eine Sache fand ich super schlimm. Als wir wieder im Ferienhaus waren, hat mir Oma immer nur eine einzige Portion Kelloggs erlaubt. Ich sollte nicht zu dick werden... "Sonst wirst du zu dick, Jungchen."
Und dafür danke ich dir bis heute.
Du warst mein ganzes Leben für mich da. Und ich habe dich unfassbar doll lieb. Für ewig Freitag.
Dein Christoph

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Kondolenzen

Stimmungsbild

Manfred und Helga Bartkowski, Nadja Breibert
schrieb am 10. April 2021 um 10.17 Uhr

Liebe Familie Ritter, liebe Familie Freitag,
wir senden Euch unsere herzliche Anteilnahme.
Dorotheas Offenheit und Freude bei unseren Begegnungen in Berlin oder Lübeck und der herzliche Austausch sind in unserer Erinnerung lebendig.
Manfred und Helga Bartkowski und Tochter Nadja

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Termine

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